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Bauindustrieverband Hamburg e.V.

Presse: Konjunkturprogramme stoppen vorerst die konjunkturelle Abwärtsentwicklung im Bauhauptgewerbe

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Berlin, 27. Januar 2010

 

 

Konjunkturprogramme stoppen vorerst die konjunkturelle Abwärtsentwicklung im Bauhauptgewerbe:

·         Auftragseingang und Umsatz im November etwa auf Vorjahrsniveau

·         Hauptverband glaubt noch nicht an konjunkturelle Trendwende

 

Die Konjunkturprogramme der Bundesregierung haben die konjunkturelle Abwärtsentwicklung im Bauhauptgewerbe vorerst gestoppt: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, ist der baugewerbliche Umsatz im November 2009 nur leicht zurückgegangen (nominal - 0,3 %), die Auftragseingänge lagen sogar leicht im Plus (nominal + 0,1 %, real + 0,5 %). Für die Monate Januar bis November ergibt sich jedoch weiterhin ein Umsatz- bzw. Auftragsminus von nominal 4,2 % bzw. nominal 6,3 %. Der Hauptverband warnt deshalb davor, die derzeit zu beobachtende Stabilisierung schon jetzt als konjunkturelle Trendwende aufzufassen.

Der Öffentliche Bau war auch im November die wichtigste Stütze der Baukonjunktur: Die Betriebe meldeten ein Auftragsplus von nominal 7,1 %. Über den gesamten Zeitraum von Januar bis November sind die Auftragseingänge um 2,6 % gestiegen. Inzwischen werden die Aufträge bei den Bauunternehmen auch umsatzwirksam: Die Betriebe wiesen im November für den Öffentlichen Bau ein Umsatzplus von 7,8 % aus (Jan.-Nov.: 3,1 %). Die Belebung kam dabei vor allem aus dem Öffentlichen Hochbau: Der Auftragseingang lag um 27,6 % (Jan.-Nov.: - 1,3 %), der Umsatz um 18,7 % (Jan.-Nov.: 8,4 %) über dem Wert des Vorjahres. Der Öffentliche Bau wird auch noch in den nächsten Monaten die Baukonjunktur stützen: Von Januar bis November ist das Baugenehmigungsvolumen, gemessen an den veranschlagten Baukosten, um 34,2 % gestiegen.

Der Wirtschaftsbau steckt weiter in der Krise, auch wenn sich das Tempo der Abwärtsentwicklung verringert hat: Die Auftragseingänge sind im November um 6,0 % zurückgegangen und damit das vierzehnte Mal in Folge gesunken. Für die ersten elf Monate ergibt sich ein Orderminus von 15,9 %. Entsprechend lag der baugewerbliche Umsatz im November mit 7,4 % unter dem Vorjahresniveau (Jan.-Nov.: − 8,8 %). Eine konjunkturelle Trendwende ist im Wirtschaftsbau kurzfristig nicht in Sicht: In den ersten elf Monaten ist das Baugenehmigungsvolumen, gemessen an den veranschlagten Baukosten um 20,9 % zurückgegangen.

Dagegen kommt die konjunkturelle Stabilisierung im Wohnungsbau voran: Der Auftragseingang lag im November mit nominal 2,2 % im Plus (Jan.-Nov.: - 1,2 %), die Baugenehmigungen (Zahl der Wohnungen) sind sogar um 19 % gestiegen (Jan.-Nov.: − 0,2 %). In den Ergebnissen der Unternehmen hat sich diese erfreuliche Entwicklung allerdings bislang noch nicht niedergeschlagen: Der Umsatz stieg zwar im November um nominal 0,3 %; für die Monate Januar bis November 2009 ergibt sich jedoch noch ein Minus von 5,4 %.

Die positive Entwicklung im November ging nicht spurlos am Arbeitsmarkt vorbei: Die Betriebe haben ihre Belegschaft um 0,6 % auf 714.200 Personen aufgestockt. Über den Zeitraum Januar bis November blieb die Zahl der Beschäftigten mit durchschnittlich 705.100 Personen nahezu stabil.

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